ChillerPlatz

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Der Garten wurde seit Jahrzehnten von meiner Oma gepflegt und das heißt für sie, dass das Gras und die Hecke regelmäßig geschnitten werden, dass das Beet gefüllt ist mit hoch-gezüchteten Zierpflanzen bei denen jedes welke Blättchen abgezupft wird, dass alles “Unkraut” und “Ungeziefer” vernichtet wird und dass dafür und als Dünger gerne Chemie verwendet wird.

Mein Ziel ist es im Garten mehr Biodiversität und ein natürliches Ökosystem einzuführen. Dazu setze ich auf heimische Arten statt Neobiota, wilde Arten statt Zuchtpflanzen, vermehrt Trachtpflanzen und Pollinatoren und die Förderung von (lokal) bedrohten Arten.

Ich beginne nach und nach alle Arten die ich im Garten finde aufzulisten und mich über diese zu bilden. Dann werde ich schauen welche Arten ich fördern will, welche ich vielleicht verdrängen will und welche ich neu dazu holen will.

Wenn ich Art schreibe, meine ich übrigens Gattung, Familie, Spezies oder sonst was – je nachdem wie genau ich die Lebewesen in dem Garten bestimmen kann.


Inhalt:



Existierende Flora

Bisher identifiziert: 60

Bäume und Büsche:

  • Hänge-Birken
  • Schwarzföhre
  • Fichte
  • Kirsche
  • Flieder
  • Jasmin
  • Rhododendron
  • Gewöhnlicher Liguster

Wlidpflanzen:

  • Glockenblumen
  • Brennnessel
  • Brombeeren
  • Erdbeeren
  • Holunder
  • Farn
  • Wolfsmilch
  • Klee
    • Weißklee
    • Wiesenklee
    • gewöhnlicher Hornklee
  • Löwenzahn
  • Moos
  • Gänseblümchen
  • Kornblumen
  • Weißes Labkraut

Zierpflanzen:

  • Rosen
  • Pfingstrosen
  • Schwertlilien
  • Taglilien
  • Hortensien
  • Pelargonien
  • Sägepalme
  • Engelstrompeten
  • Zierspargel
  • Klivie
  • Aufrechte Studentenblumen
  • Gras
  • Hoher Staudenphlox
  • Gerbera
  • Wahrer Bärenklau
  • Zwergmispel

Rankpflanzen:

  • Flechten
  • Efeu
  • wilder Wein
  • Winden

Teichpflanzen:

  • Schachtelhalm
  • Ziergras
  • Seerosen
  • Algen

Kräuter und Nutzpflanzen:

  • Lavendel
  • Aloe Vera
  • Schnittlauch
  • Basilikum
  • Rosmarin
  • Thymian
  • Salbei
  • Majoran
  • Melisse

Frühlingsblumen:

  • Frühlings-Knotenblume
  • Schneeglöckchen
  • Bärlauch
  • Krokus
  • Veilchen



Existierende Fauna

bisher identifiziert: 52

in der Luft:

im Wasser:

  • Fische
  • Molche
  • Wasserschnecken
  • Frösche
  • Wasserläufer

am Boden:

im Boden:

  • Würmer
    • Regenwürmer



Einige Arten im Detail

Hänge-Birken

(Betula pendula)

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

Europa, Nordamerika, Asien

Blütezeit:

April – Mai

Positives und Negatives:

  • Hänge-Birken sind Pionierpflanzen, was allerdings im Garten keinen Unterschied macht
  • etwa 500 Arten sind auf der Birke heimisch, davon ca 133 auf die Birke spezialisiert. 105 Schmetterlingsarten legen ihre Eiger gerne auf die Hänge-Birke

Maßnahmen:

  • die große Hängebirke bei uns im Garten sieht etwas kläglich aus, daher werde ich mich informieren was ich ihr gutes tun kann
  • falls sie stirbt wird sie wohl durch eine neue Hängebirke ersetzt.
  • Die zweite Hänge-Birke im Garten schaut noch besser aus, ist aber eine Zwerg-Züchtung. Sie ist wahrscheinlich nicht zur Vermehrung geeignet.


Aufrechte Studentenblumen

(Tagetes erecta)

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

Aufrechte Studentenblumen kommen in Mexiko, in Guatemala und in Peru in der Region Ucayali vor. In Mitteleuropa ist sie Neophyt und Zierpflanze. In unserem Garten wurden die Studenten von meiner Oma gesetzt, kommen vor allem in Töpfen vor und sind häufig.

Positives und Negatives:

Tagetes locken Schnecken an und können in Nutzgärten dazu verwendet werden Schnecken von anderen Pflanzen fern zu halten. Große Mengen als Zierpflanze führen eher zur Vermehrung von lästigen Schnecken wie der Spanischen Wegschnecke.

Maßnahmen:

  • weniger Studentenblumen setzen
  • die vorhandenen von Schnecken fressen lassen.


Gemeiner Efeu

(Hedera helix)

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

Europa

Ausserhalb von Europa ist der Gemeine Efeu teilweise invasiver Neophyt und wird bekämpft.

Gemeiner Efeu ist häufig und nicht bedroht.

In unserem Garten gibt es nicht viel Efeu.

Blütezeit:

September – Oktober

Positives und Negatives:

  • wichtige Nektarquelle im Spätsommer
  • Blüten und Früchte locken zahlreiche Nützlinge an
  • u.a. beliebt bei dem geschützten Admiral
  • dicht bewachsene Flächen (z.b. Fassaden) bieten auch Schutz und Lebensraum für zahlreiche Lebewesen
  • für Menschen giftig
  • reinigt die Luft vor Benzol, Formaldehyd, Xylolen und Toluol
  • schadet im Normalfall anderen Pflanzen nicht selbst wenn er sie komplett überwuchern können
  • manchmal überwuchert und schadet er aber kleinen Bäumen
  • gut geeignet zur Fassadenbegrünung
    • kann intakte Fassaden vor Wetter- und Hitzeschäden schützen
    • kann bereits vorhandene Risse in der Fassade weiter aufbrechen

Maßnahmen:

  • Versuch die Fassade mit Efeu zu begrünen
  • Die Fenster sollten dann alle Fliegengitter bekommen damit die Tiere nicht ins Haus gelangen


Echter Lavendel

aka Schmalblättriger Lavendel (Lavandula angustifolia, Lavandula officinalis, Lavandula vera)

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

Ursprünglich von der Mittelmeerküste kommt er in Österreich kaum verwildert, sondern nur angebaut vor.

Lavendel mag trockene felsige Hänge mit wenig Nährstoffen.

Natürliche Feinde sind Gallmücken (Resseliella lavandulae), Blattkäfer der Unterfamilie Galerucinae (Arima marginata), Raupen von Wickler-Motten (Eulia polita) und Blattläuse (Eucaria elegans, Aphis spp …) sowie die Winden-Glasflügelzikade (Hyalesthes obsoletus).

In unserem Garten gibt es nur gepflanzten Lavendel, darunter ist ein Busch relativ groß und es ist bestimmt möglich diesen mit Stecklingen zu vermehren.

Blütezeit:

in unserem Garten hat der Lavendel 2019 von 14. Juni – 11 Juli geblüht und wurde zu jedem sonnigen Moment von mehreren Bienen und anderen Tieren besucht.

Positives und Negatives:

  • beliebte Nektarquelle für Bienen und Schmetterlinge, u.a. den stark bedrohten Segelfalter
  • winterhart

Maßnahmen:

  • mehr Lavendel
  • auf Lavendel-freundlicheren Boden (der vorhandene Lavendel wächst auf nährstoffreichen Boden.


Westliche Honigbiene

(Apis mellifera)

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

weltweit bis auf Polarregion

Laut Wikipedia gibt es keine wissenschaftliche Bestätigung für das angeblich weltweite Bienensterben, allerdings wird angegeben, dass die Populationen der westlichen Honigbiene seit 1970 fallen und seit 2007 stark fallen. Auch ist unumstritten, dass einige Bienenarten vom Aussterben bedroht sind.

Für Wien habe ich keine konkreten Angaben gefunden, ob die westliche Honigbiene gefährdet oder geschützt ist, aber sie wird definitiv gefördert.

In unserem Garten gibt es im Sommer viele Honigbienen auf Nektarsuche. In der Hauswand habe ich kürzlich ein Loch entdeckt in das sich eine Biene zurück gezogen hat. Ein Bienenstaat ist bei uns aber nicht Hause und so weit ich weiß auch in der Umgebung nirgends.

Nahrung:

Bienen ernähren sich von Nektar und Pollen einer Vielzahl an Nektarpflanzen. Besonders starke Nektarproduzenten werden als Bienentrachtpflanzen bezeichnet. Dazu gehören u.a.:

besonders ertragreiche Trachtpflanzen:

weitere Trachtpflanzen:

  • Gewöhnliche Robinie, die den „Akazienhonig“ liefert
  • Linde, die den als besonders heilfördernd geltenden Lindenhonig liefert
  • Holzapfel sowie allgemein Kern- und Steinobstgehölze aus der Familie der Rosengewächse
  • Ruthenische Kugeldistel
  • Echter Thymian
  • Echter Lavendel
  • Echter Salbei
  • Gelber Steinklee
  • Borretsch
  • Ysop
  • Saat-Esparsette
  • Weidenbäume und Haselnusssträucher sind frühe Pollenlieferanten
  • Efeu ist ein später Pollenlieferant

Flugzeit:

Westliche Honigbienen sind immer dann auf Nahrungssuche wenn geeignete Pflanzen blühen und die Temperatur passt. Ideal sind 22 bis 25 °C. Bei unter 10 bzw über 38 °C fällt die Biene in Kältestarre bzw Winterruhe.

Positives und Negatives:

  • wohl der wichtigste Pollinator überhaupt
  • schon Einstein soll gesagt haben, dass der Mensch aussterben wird wenn die Bienen aussterben
  • wegen dem Bienensterben werden künstliche Bienen (Drohnen) entwickelt oder sogar Menschen in zum Bestäuben von Nutzpflanzen angestellt

Maßnahmen:

  • weiter recherchieren und jegliches bienenfeindliche Verhalten unterbinden
  • Trachtpflanzen wie Rainfarn-Phazelie oder Buchweizen anpflanzen
  • Insektenhotel für Larven von solitären Honigbienen, Wildbienen und anderen Insekten zulegen
  • Imkerei in Betracht ziehen, aber nur nach zureichender Bildung um nicht Krankheitserreger wie die Varroamilbe durch falsches Halten der Bienen zu fördern.
  • Wenn Bienen züchten, dann nicht um den Honig für Menschen zu gewinnen. Das würde nicht der veganen Philosophie entsprechen.


Hauhechel-Bläuling

(Polyommatus icarus)

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

Den Hauhechel-Bläuling gibt es in Europa, Nordafrika und Asien

Nahezu alle Bläulinge Mitteleuropas gelten als gefährdet. Der Hauhechel-Bläuling ist dabei der häufigste. In Wien gilt der Hauhechel-Bläuling als geschützt und der Fetthennen-Bläuling als prioritär geschützt¹. Die meisten Bläuling Arten sind von teilweise ebenfalls bedrohten Ameisenarten abhängig. Man kann auf einer Hand abzählen wie oft der Hauhechel-Bläuling 2019 in unserem Garten gesichtet wurde.

Nahrung:

Imagines:

  • Gewöhnlicher Hornklee (Lotus corniculatus)

Raupen:

  • Sichelklee (Medicago falcata)
  • Hopfenklee (Medicago lupulina)
  • Luzerne (Medicago sativa)
  • Faden-Klee (Trifolium dubium)
  • Hasen-Klee (Trifolium arvense)
  • Weiß-Klee (Trifolium repens)
  • Gewöhnlicher Hornklee (Lotus corniculatus)
  • Sumpf-Hornklee (Lotus uliginosus)
  • Hufeisenklee (Hippocrepis comosa)
  • Bunte Kronwicke (Securigera varia)
  • Dornige Hauhechel (Ononis spinosa)
  • Kriechende Hauhechel (Ononis repens)

Flugzeit:

Ende April – September

Maßnahmen:

  • mehr Klee in der Wiese stehen lassen


Kleiner und Großer Kohlweißling

(Pieris rapae, Pieris brassicae)

Natürlicher Lebensraum und Gefährdung:

Weißlinge sind fast weltweit bis auf die Antarktis verbreitet. Die meisten Arten sind im tropischen Afrika und Asien beheimatet. In Wien sind alle Tagfalter geschützt¹.

Kohlweißlinge sind in Europa häufig und gelten sogar als Schädlinge. Als Pollinatoren sind sie nicht bedeutsam.

Ein natürlicher Feind der auch zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt wird ist die Kohlweißlings-Schlupfwespe (Cotesia glomerata).

(Kohl-)Weißlinge sind in unserem Garten knapp vor dem Schwarzen Trauerfalter die häufigste Schmetterlingsart. In der unmittelbaren und weiteren Umgebung ist der Abstand größer und Kohlweißlinge machen bestimmt über 50% der Tagfalter aus.

Nahrung:

Die Raupen ernähren sich vor allem von Gemüse.

Flugzeit:

März- Ende Oktober

Maßnahmen:

  • gezielte Maßnahmen die andere Arten Vorteile verschaffen wären im Namen der Biodiversität bestimmt eine gute Idee


Distelfalter

(Vanessa cardui, Cynthia cardui)

Natürlicher Lebensraum und Gefährdung:

Europa, Nordafrika, Asien, Nordamerika und Australien.

In Wien ist der Distelfalter, so wie alle Tagfalter geschützt¹, bei uns im Garten sehr häufig.

Nahrung:

Imagines:

Raupen (bevorzugt):

  • Gewöhnliche Kratzdistel (Cirsium vulgare)
  • Kohl-Kratzdistel (Cirsium oleraceum)
  • andere Kratzdisteln
  • Ringdisteln (Carduus spec.)
  • Eselsdistel (Onopordum acanthium)

Raupen (auch):

  • Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)
  • Korbblütler (Asteraceae)
  • Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
  • Weinrebengewächse (Vitaceae)
  • Malvengewächse (Malvaceae)
  • Kreuzblütengewächse (Brassicaceae)
  • Raublattgewächse (Boraginaceae).

Flugzeit:

Mai bis Juli

Maßnahmen:

  • Aufgrund der Häufigkeit sind keine Maßnahmen nötig.


Schwarzer Trauerfalter

(Neptis rivularis)

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

Mitleuropa

In Wien ist er prioritär geschützt¹ und bei uns im Garten sehr häufig.

Nahrung:

Imagines:

  • Feuchter Boden
  • Exkremente

Raupen:

Flugzeit:

Juni – Juli

Maßnahmen:


Schachbrett

(Melanargia galathea)

Natürlicher Lebensraum und Gefährdung:

Süd-, Mittel- und Nord-Europa und Nord-Asien

In Mitteleuropa ist das Schachbrett häufig, in anderen Gebieten rückläufig. In Wien ist es, so wie alle Tagfalter geschützt¹.

Nahrung:

Imagines:

  • Flockenblumen (Centaurea)
  • Skabiosen (Scabiosa)
  • Kratzdisteln (Cirsium)
  • Ringdisteln (Carduus)

Raupen:

  • Fieder-Zwenke (Brachypodium pinnatum)
  • Aufrechte Trespe (Bromus erectus)
  • Wiesen-Rispengras (Poa pratensis)
  • Rotes Straußgras (Agrostis capillaris)
  • Gewöhnliches Knäuelgras (Dactylis glomerata)
  • Blaues Pfeifengras (Molinia caerulea)
  • Flaumiger Wiesenhafer (Helictotrichon pubescens)
  • Schwingel (Festuca)
  • Zwenken (Brachypodium)

Flugzeit:

Juni bis August

Maßnahmen:

  • noch sind keine konkreten Maßnamen geplant


Segelfalter

(Iphiclides podalirius)

Natürlicher Lebensraum und Gefährdung:

Europa und Asien

Segelfalter sind in den letzten Jahren aus vielen Gebieten verschwunden und gelten als empflindliche Bioindikatoren.

In Österreich gilt er als stark gefährdet, nur in Niederösterreich nicht, dafür in Vorarlberg als ausgestorben.

In Wien ist der Segelfalter prioritär geschützt¹. Bei uns im Garten wurde ein Segelfalter beobachtet der einen halben Tag am Lavendel verbracht hat. Danach ist hin und wieder einer (vielleicht der selbe) über den Garten geflogen.

Nahrung:

Imagines:

Raupen:

  • Weißdorn (Crataegus spec.)
  • Schlehdorn (Prunus spinosa)
  • Felsenkirsche (Prunus mahaleb)
  • Aprikose (Prunus armeniaca)
  • Pfirsich (Prunus persica)
  • Mandelbaum (Prunus dulcis)

Flugzeit:

Mai – Juli

Maßnahmen:


Admiral

(Vanessa atalanta, Pyrameis atalanta)

CC-by-SA 4.0: Christian Fischer

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

Admirale sind Wanderfalter die fast überall auf der Welt vorkommen. In Wien sind sie geschützt¹.

In unserem Garten habe ich in 2019 erst einen Admiral beim durchfliegen gesehen. Daher gibt es auch noch kein eigenes Foto.

Nahrung:

Imagines:

Raupen:

  • Große Brennnesseln (Urtica dioica)

Flugzeit:

Juni – Oktober

Maßnahmen:


Zitronenfalter

(Gonepteryx rhamni)

CC-by-SA 4.0: Arieswings

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

Eurasien und Nordwesten Afrikas

Laut Wikipedia kein Kandidat für die rote Liste auch wenn er “angeblich” seltener geworden sei.

Bei uns im Garten und in der gesamten Gegend ist er deutlich seltener geworden. Vor einigen Jahren (ich kann nicht genau sagen wie vielen) war er noch neben oder statt anderen Weißlingen der häufigste Schmetterling, 2019 habe ich erst einen gesehen.

In Wien ist er wie jeder Tagfalter geschützt¹.

Nahrung:

Imagines:

  • Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)
  • Acker-Witwenblume (Knautia arvensis)
  • Gewöhnliche Teufelsabbiss (Succisa pratensis, Scabiosa succisa L.)
  • Huflattich (Tussilago farfara)
  • viele andere Nektarpflanzen

Raupen:

  • Faulbaum (Rhamnus frangula, Frangula alnus)
  • Purgier-Kreuzdorn (Rhamnus cathartica)
  • andere Kreuzdornarten (Rhamnus)
  • andere Kreuzdorngewächse (Rhamnaceae)

Flugzeit:

März – Spätherbst

Maßnahmen:

  • momentan ist nicht geplant mehr Büsche anzupflanzen also auch keine Futterpflanzen für die Raupen


Waldbrettspiel

(Pararge aegeria)

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

Mitteleuropa und Nordafrika

In Wien ist es, wie jeder Tagfalter geschützt¹, bei uns im Garten ist es nicht selten.

Nahrung:

Imagines:

  • Baumsäfte
  • reifes Obst
  • Pfützenwasser

Raupen:

  • Wald-Segge (Carex sylvatica)
  • Riesen-Schwingel (Festuca gigantea)
  • Hain-Rispengras (Poa nemoralis)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Glatthafer (Arrhenatherum elatius)
  • Fieder-Zwenke (Brachypodium pinnatum)
  • Pfeifengras (Molinia caerulea)
  • Sand-Reitgras (Calamagrostis epigeios)

Flugzeit:

April – September

Maßnahmen:

  • momentan sind keine konkreten Maßnamen geplant


Tagpfauenauge

(Aglais io, Inachis io, Nymphalis io)

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

Aurasien

In Wien ist das Tagpfauenauge wie jeder Tagfalter geschützt¹.

In unserem Garten wurde das Tagpfauenauge bisher nur auf dem Durchflug beobachtet

Nahrung:

Imagines:

Raupen:

  • Großen Brennnessel (Urtica dioica)

Flugzeit:

Juni – Oktober

Maßnahmen:

  • Mehr Große Brennnesseln


Kleines Wiesenvögelchen

(Coenonympha pamphilus)

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

fast ganz Europa, Asien, Nordafrika

In Wien ist es wie jeder Tagfalter geschützt¹.

Nahrung:

Imagines:

  • Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium)
  • Jakobs-Greiskraut (Senecio jacobaea)

Raupen:

  • Echter Schaf-Schwingel (Festuca ovina)
  • Wiesenrispengras (Poa pratensis)
  • andere Süßgrasarten der Gattungen:
    • Rispengräser (Poa)
    • Schwingel (Festuca)
    • Straußgräser (Agrostis)
    • Schmielen (Deschampsia)
    • Ruchgräser (Anthoxanthum)
    • Borstgräser (Nardus)
    • Zwenken (Brachypodium)
    • Silbergräser (Corynephorus)
    • Kammgräser (Cynosurus)
    • Traubenhafer (Danthonia)

Flugzeit:

Februar – November

Maßnahmen:

  • noch sind keine konkreten Maßnamen geplant


Sechsfleck-Widderchen

(Zygaena filipendulae)

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

Europa

In Wien sind fast alle Widderchen geschützt¹.

Nahrung:

Imagines:

  • ?

Raupen:

  • Gewöhnlicher Hornklee (Lotus corniculatus)
  • Kronwicken (Coronilla)

Flugzeit:

Juli – August

Maßnahmen:

  • mehr Klee stehen lassen


Russischer Bär

(Callimorpha quadripunctaria)

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

Süd- und Mitteleuropa

In Wien ist der Russische Bär streng geschützt¹.

Nahrung:

Imagines:

Raupen:

  • Taubnessel (Lamium spec.)
  • Große Brennnessel (Urtica dioica)
  • Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor)
  • Natternkopf (Echium vulgare)
  • Hasel (Corylus spec.)
  • Himbeere (Rubus idaeus)
  • Echte Brombeere (Sammelart) (Rubus fruticosus agg.)
  • Wiesensalbei (Salvia pratensis)
  • Fuchssches Greiskraut (Senecio fuchsii)

Flugzeit:

Juli – September

Maßnahmen:


Spanische Wegschnecke

(Arion vulgaris, Arion lusitanicus)

Natürlicher Lebensraum und Gefährdung:

Ursprünglich Mitteleuropa, mittlerweile über ganz Europa verbreitet gilt die spanische Wegschnecke als nicht gefährdet und nicht geschützt. Im Gegenteil ist sie sogar ein Schädling.

Natürliche Feinde sind Igel, Vögel, Reptilien, Laufkäfer, Glühwürmchen und Tausendfüßler.

In unserem Garten ist die Spanische Wegschnecke häufig.

Nahrung:

Die Spanische Wegschnecke frisst gerne weiche Kulturpflanzen und Gemüse, hingegen ungern wilde Pflanzen.

Maßnahmen:

  • Oma beibringen, dass Schneckenkorn nicht nur die Spanische Wegschnecke sondern auch deren Fressfeinde und die geschützte Weinbergschnecke tötet. Das Töten von Fressfeinden führt nur dazu, dass man umso mehr Spanische Wegschnecken hat.
  • Ihr zeigen, dass das förden von Fressfeinden mehr bring.
  • Lebensraum für Igel und Vögel fördern.
  • Wenn ich den Garten übernehme werden keine Pflanzen die Spanische Wegschnecken besonders mögen mehr angebaut, ausser vielleicht Gemüse in einem geschützten Hochbeet.


Weinbergschnecke

(Helix pomatia)

Natürlicher Lebensraum und Gefährdung:

Mitteleuropa

Weinbergschnecken sind international streng geschütz.

In unserem Garten sind Weinbergschnecken recht häufig.

Nahrung:

Die Weinbergschnecke ernährt sich von weichen, welken Pflanzenteilen und Algenbewüchsen und braucht viel Kalk um eine starkes Gehäuse auszubilden.

Maßnahmen:

  • Meine Oma davon abbringen Schneckengift zu streuen.



(Noch) nicht vorhandene Flora

Im Garten mehr Einzug sollen heimische Wildpflanzen bekommen, besonders solche die gefährdet sind oder wichtig für gefährdete Tierarten – allem voran Pollinatoren – sind. Invasive Neobiota sollen vermieden werden, auch wenn sie positive Effekte hätten.



(Noch) nicht vorhandene Fauna

Gefährdete heimische Arten, besonders Pollinatoren sollen im Garten einen besseren Lebensraum vorfinden. Schädlingen gilt es hingegen vorzubeugen.

Schmetterlinge:



Einige Arten im Detail


Rainfarn-Phazelie

(Phacelia tanacetifolia)

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

Ursprünglich aus Amerika, kommt die Rainfarn-Phazelie in Europa als nicht invasiver Neophyt vor. Nicht invasiv deshalb weil sie sich als nicht winterharte Pflanze nicht durchsetzen kann

Blütezeit:

Juni – Oktober

Positives und Negatives:

  • eine der ertragreichsten Trachtpflanzen
  • verbessert den Boden indem sie mit den tiefen Wurzeln Nährstoffe nach oben holt
  • lockt viele Nützlinge an und wird daher oft zwischen andere Pflanzen zur Schädlingsbekämpfung gesetzt
  • ist toxisch und kann Kontaktallergien auslösen

Maßnahmen:

  • vorerst einmal wenig Rainfarn-Phazelie ansetzen und testen ob Kontaktallergien auftreten


Echtes Mädesüß

(Filipendula ulmaria)

GFDL, CC-by-SA 3.0: Frank Vincentz

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

Mittel- und Nord-Europa, Mittel- und Nord-Asien

Mädesüß wächst auf sicker- oder grundnassen oder feuchten, nährstoffreichen, schwach bis mäßig sauren, sandigen oder reinen Lehm- und Tonböden bzw. Sumpfhumusböden, ferner auf Torf. Es ist eine Licht- bis Halbschattenpflanze.

Blütezeit:

Juni – Juli

Positives und Negatives:

Maßnahmen:

  • Echtes Mädesüß pflanzen


Wald-Geißbart

(Aruncus dioicus)

GFDL, CC-by-SA 3.0: Anneli Salo

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

gemäßigte Region der Nordhalbkugel

Blütezeit:

Juni – Juli

Positives und Negatives:

  • Nektarquelle für viele Pollinatoren, v.a. Hummeln und Schmetterlinge
  • Raupenfutter für den in Wien bedrohten Schwarzen Trauerfalter

Maßnahmen:

  • Wald-Geißbart pflanzen


Gewöhnliche Nachtviole

(Hesperis matronalis)

CC-by 2.0: Jason Pratt aka FishSpeaker

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

Europa, Zentral- und Westasien

Ursprünglich nur in Gebirgsregion vorkommend ist die Gewöhnliche Nachtviole seit Jahrhunderten in ganz Mitteleuropa verwildert.

Blütezeit:

April – Juni

Positives und Negatives:

  • zwei bis mehrjährig
  • Nektarquelle vor allem für Nachtfalter aber auch z.b. den streng geschützten Segelfalter
  • wichtige Nahrung für Raupen

Maßnahmen:

  • Gewöhnliche Nachtviole einführen


Schmetterlingsflieder

(Buddleja davidii)

GFDL, CC-by-SA 4.0: Mehlauge

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

Der Schmetterlingsflieder kommt aus China und Tibet und gilt in Mitteleuropa als invasiver Neophyt.

Blütezeit:

Juli – August

Positives und Negatives:

  • Nektarquelle für viele Schmetterlinge und andere Pollinatoren, vor allem im Spätsommer wo sonst nicht viel blüht.
  • allerdings machen giftige Stoffe die Tiere möglicherweise betrunken und so leichte Beute
  • invasiver Neophyt
  • alles in allem, auch da der Schmetterlingsflieder keine essenzielle Nektarquelle für bestimmte Arten ist, sind heimische Pflanzen zu bevorzugen.

Maßnahmen:

  • keinen Schmetterlingsflieder anbauen


Gewöhnlicher Wasserdost

(Eupatorium cannabinum)

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

Ganz Europa, Westasien und Nordafrika

Wasserdost mag feuchte, sonnige und nährstoffreiche Standorte. In unserem Garten hat er genau so einen Standort neben dem Teich.

Blütezeit:

Juli – September

Positives und Negatives:

Maßnahmen:

  • frisch gepflanzten Wasserdost pflegen und weitere aus Samen(mischungen) hochziehen.


Fetthennen-Bläuling

(Scolitantides orion)

GFDL, CC-by-SA 3.0: Olaf Leillinger

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

Der Fetthennen Bläuling ist lückenhaft in Europa und Asien verbreitet. In Österreich ist er regional schon ausgestorben und gilt als empfindlicher Bioindikator. In Wien ist er prioritär geschützt¹.

Nahrung:

Imagines:

  • viele verschiedene Blütenpflanzen
  • weiße Blüten bevorzugt

Raupen:

  • bevorzugt Große Fetthenne (Sedum telephium/maximum)
  • auch andere Fetthennen (Sedum)

Flugzeit:

Mitte April – Ende August

Maßnahmen:

  • noch sind keine konkreten Maßnamen geplant


Großer Feuerfalter

(Lycaena dispar)

GFDL, CC-by-SA 3.0: Rosenzweig

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

Zerstreut in Europa

Der große Feuerfalter ist stark gefährdet und in Wien prioritär geschützt¹.

Nahrung:

Imagines:

  • Roßminze (Mentha longifolia)
  • Greiskräutern (Senecio spec.)

Raupen:

  • Teich-Ampfer (Rumex hydrolapathum)
  • Krauser Ampfer (Rumex crispus)
  • Wasser-Ampfer (Rumex aquaticus)

Flugzeit:

Juni – Juli

Maßnahmen:

  • noch sind keine konkreten Maßnamen geplant


Großer Fuchs

(Nymphalis polychloros)

GFDL, CC-by-SA 3.0: Algirdas

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

Nordafrika, Europa und Asien

In Südeuropa häufiger als in Mitteleuropa ist der Große Fuchs in Wien prioritär geschützt¹.

Nahrung:

Imagines:

  • Baumsäfte bevorzugt über Blütennektar

Raupen:

  • Salweide (Salix caprea)
  • Zitterpappel (Populus tremula)
  • Apfelbaum (Malus domestica)
  • Birnbaum (Pyrus communis)
  • andere Laubbäume

Flugzeit:

Juni – August

Maßnahmen:

  • da nicht geplant ist weitere Bäume im Garten zu setzen gibt es auch keine Pläne etwas für den großen Fuchs zu tun


Osterluzeifalter

(Zerynthia polyxena)

GFDL, CC-by-SA 3.0: Jean-Laurent Hentz

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

Süd- bis Mitteleuropa und südliche Uralregion

In Österreich kommt der Osterluzeifalter nur in einigen Regionen vor, in Wien ist er prioritär geschützt¹.

Nahrung:

Imagines:

  • ?

Raupen:

  • Gewöhnlicher Osterluzei (Aristolochia clematitis)
  • Pfeifenblumen (Aristolochia)

Flugzeit:

März – Mai

Maßnahmen:

  • noch sind keine konkreten Maßnamen geplant


Kleiner Schillerfalter

(Apatura ilia)

GFDL, CC-by-SA 3.0: Heiko Blaeser

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

Europa

In Wien ist er prioritär geschützt¹ .

Nahrung:

Weibchen:

  • Honigtau (Blattläuse)
  • überreife Früchte

Männchen:

  • Ekkremente
  • Kadaver

Raupen:

  • Zitterpappel (Populus tremula)
  • Silber-Pappel (Populus alba)
  • Schwarz-Pappel (Populus nigra)
  • Kanadische Hybrid-Pappel (Populus x canadensis)
  • Ontario-Pappel (Populus x gileadensis)
  • Salweide (Salix caprea)

Flugzeit:

Mai – August

Maßnahmen:

  • Blattläuse auf manchen Pflanzen zulassen
  • Nicht alle Exkremente und Kadaver immer gleich wegräumen


Blauäugiger Waldportier

(Minois dryas)

GFDL, CC-by-SA 3.0: Siga

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

Eurasien

In Wien ist er prioritär geschützt¹.

Nahrung:

Imagines:

Raupen:

  • Pfeifengras (Molinia caerulea)
  • Land-Reitgras (Calamagrostis epigeios)
  • Aufrechte Trespe (Bromus erectus)
  • andere Süßgräßer (Poaceae = Gramineae)

Flugzeit:

Juni – September

Maßnahmen:


Weißer Waldportier

(Brintesia circe)

CC-by-SA 4.0: Didier Descouens

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

Eurasien

In Wien ist er prioritär geschützt¹.

Nahrung:

Imagines:

  • ?

Raupen:

  • Aufrechte Trespe (Bromus erectus)
  • Echter Schaf-Schwingel (Festuca ovina)
  • andere Süßgräßer (Poaceae = Gramineae)

Flugzeit:

Juni – Mitte September

Maßnahmen:

  • noch sind keine konkreten Maßnamen geplant


Wiener Nachtpfauenauge

(Saturnia pyri)

GFDL, CC-by-SA 3.0: Entomolo

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

Südeuropa und Nordafrika

Erstmals wurde es in Wien beschrieben. In Ostösterreich kommt es vor, ist aber rückläufig. In Wien ist es prioritär geschützt¹.

Nahrung:

Imagines:

  • ?

Raupen:

  • Walnuss (Juglans regia)
  • Kulturapfel (Malus domestica)
  • Zwetschge (Prunus domestica)
  • Edelkastanie (Castanea sativa)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica)
  • Bergahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Gemeine Hasel (Corylus avellana)

Flugzeit:

?

Maßnahmen:

  • noch sind keine konkreten Maßnamen geplant


Abendpfauenauge

(Smerinthus ocellata)

CC-by-SA 4.0: Didier Descouens

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

Europa und Nordafrika

In Wien ist das Abendpfauenauge streng geschützt¹.

Nahrung:

Imagines:

  • ?

Raupen:

  • Korb-Weide (Salix viminalis)
  • Bruch-Weide (Salix fragilis)
  • Ohr-Weide (Salix aurita)
  • Asch-Weide (Salix cinerea)
  • Sal-Weide (Salix caprea)
  • andere schmalblättrige Weiden
  • Pappeln (Populus)
  • selten auch Obstbäume

Flugzeit:

Mitte Mai – Juli

Maßnahmen:

  • noch sind keine konkreten Maßnamen geplant


Schwarzer Bär

(Arctia villica)

CC-by-SA 3.0: Kurt Kulac

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

Nord-Afrika, West- und Süd-Europa, Russland & Vorderasien In Österreich kommt er in wärmebegünstigten Regionen vor, in Deutschland ist er vom aussterben bedroht.

In Wien ist der Schwarze Bär streng geschützt¹.

Nahrung:

Imagines:

  • ?

Raupen:

  • Gewöhnlicher Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia)
  • Wegeriche (Plantago)
  • Taubnesseln (Lamium)
  • Schafgarben (Achillea)
  • Brombeeren (Rubus)
  • Erdbeeren (Fragaria)

Flugzeit:

Juni – Juli

Maßnahmen:

  • mehr Löwenzahn stehen lassen


Skabiosenschwärmer

(Hemaris tityus)

CC-by-SA 3.0: 120

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

Europa

In Wien ist der Skabiosenschwärmer streng geschützt¹.

Nahrung:

Imagines:

  • Günsel (Ajuga)
  • Gundermann (Glechoma)
  • Pechnelken (Lychnis)
  • Salbei (Salvia)
  • Lungenkräuter (Pulmonaria)
  • Witwenblumen (Knautia)

Raupen:

  • Gewöhnlicher Teufelsabbiss (Succisa pratensis)
  • Acker-Witwenblume (Knautia arvensis)
  • Skabiosen (Scabiosa)
  • Labkräuter (Galium)
  • Heckenkirschen (Lonicera)
  • Schneebeeren (Symphoricarpos)
  • Karden (Dipsacus)
  • Pechnelken (Lychnis)

Flugzeit:

Mitte Mai – Mitte Juni

Maßnahmen:

  • noch sind keine konkreten Maßnamen geplant


Kaisermantel

(Argynnis paphia)

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

Europa, Nord-Afrika, Asien

Er ist weit verbreitet und häufig und daher nicht gefährdet. In Wien ist er wie jeder Tagfalter geschützt¹.

Nahrung:

Imagines:

  • Brombeeren (Rubus sectio Rubus)
  • Skabiosen (Skabiosa)
  • Disteln
  • Wald-Engwurz (Angelica sylvestris)

Raupen:

  • Wohlriechendes Veilchen (Viola odorata)
  • Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana)
  • Raues Veilchen (Viola hirta)
  • andere Veilchen (Viola)
  • Echtes Mädesüß (Filipendula ulmaria)

Flugzeit:

Juni – August

Maßnahmen:

  • noch sind keine konkreten Maßnamen geplant


Taubenschwänzchen

(Macroglossum stellatarum)

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

Nordafrika, Europa, Asien

Das Taubenschwänzchen ist weit verbreitet und häufig und gilt daher nicht als gefährdet. In Wien ist es nicht geschützt¹.

Nahrung:

Imagines:

  • Klee (Trifolium)
  • Flammenblumen (Phlox)
  • Flieder (Syringa)
  • Fuchsien (Fuchsia)
  • Jasmin (Jasminum)
  • Natternkopf (Echium)
  • Primeln (Primula)
  • Schneckenklee (Medicago)
  • Sommerflieder (Buddleja)
  • Storchschnäbel (Geranium)
  • Tabak (Nicotiana)
  • Veilchen (Viola)
  • Verbenen (Verbena)
  • Zieste (Stachys)

Raupen:

  • Echtes Labkraut (Galium verum)
  • Wald-Labkraut (Galium sylvaticum)
  • Wiesen-Labkraut (Galium mollugo)
  • Kletten-Labkraut (Galium aparine)
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • andere Labkräuter (Galium)
  • Färberkrapp (Rubia tinctorum)
  • Rötegewächse (Rubiaceae)
  • Sternmieren (Stellaria)
  • Spornblumen (Centranthus)
  • Weidenröschen (Epilobium)

Flugzeit:

Juni – September

Maßnahmen:

  • noch sind keine konkreten Maßnamen geplant


Braunkolbiger Braun-Dickkopffalter

(Thymelicus sylvestris)

Natürlicher Lebensraum und Bedrohung:

fast ganz Europa + Nordafrika

In Wien ist es wie jeder Tagfalter geschützt¹.

Nahrung:

Imagines:

Raupen:

  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Weiches Honiggras (Holcus mollis)
  • Wiesen-Lieschgras (Phleum pratense)
  • Wald-Zwenke (Brachypodium sylvaticum)

Flugzeit:

Ende Juni – August

Maßnahmen:

  • noch sind keine konkreten Maßnamen geplant



Prinzipien

Wir arbeiten in dem Garten nach folgenden Prinzipien.

Schädling ≠ Schädling

Nicht alles was landläufig als Schädling bezeichnet wird muss bekämpft werden. Manches 'Unkraut' oder 'Ungeziefer' ist sogar nützlich.

Wir teilen Arten je nach Benefit in folgende 4 Gruppen ein:

  • Öko Heroes: Arten die vorwiegend positive Effekte auf das Ökosystem haben.
    • z.b. Pollinatoren wie Bienen und Schmetterlinge
  • Nützlinge: Arten von denen der Mensch profitieren kann
    • z.b. Essbare Pflanzen oder Marienkäfer die im Laufe ihres Lebens bis zu 10.000 Lästlinge/Schädlinge fressen
  • Lästlinge: Arten die den Menschen stören können.
    • z.b. Motten oder Ameisen im Haus
  • Schädlinge: Arten die dem Ökosystem schaden.
    • z.B. Varroamilbe die zu einem großen Teil am Bienensterben verantwortlich ist.

Lästlinge sollten nicht generell bekämpft, sondern nur von dort wo sie stören fern gehalten werden.

Vorgehen gegen Lästlinge und Schädlinge:

  • weg versperren um sie von dort fern zu halten wo man sie nicht haben will
    • z.b. Fliegengitter gegen Lästlinge im Haus
  • Sachen die die Lästlinge oder Schädlinge anziehen entfernen, reduzieren oder versperren
    • z.b. Von Blattlaus befallene Topfpflanzen aus dem Haus entfernen um Ameisen nicht anzulocken
  • Natürliche Fressfeinde anlocken und fördern.
    • z.b. Hollersaft versprühen um Marienkäfer gegen Mehltau und Blattläuse anzulocken
  • unbeliebte Düfte verwenden
    • z.b. Geranien oder Geraniol-Spray gegen Kleidermotten
  • Zu vermeiden sind Gifte, da diese meist auch den Fressfeinden schaden, Lockfallen, da diese oft mehr Lästlinge/Schädlinge anlocken und sonstige Methoden des Tötens oder des Chemieeinsatzes.


Bedrohte Arten schützen

Geschützt werden sollen Arten die gefährdet sind und hier her gehören. Neobiota, also Arten die hier eingebürgert wurden werden nicht geschützt, selbst wenn sie wo anders bedroht sind. Ausnahmen sind dabei Arten die schon vor langem her gekommen sind oder die aufgrund der Klima Krise hierher flüchten. Invasive Neobiota sollen sogar bekämpft werden (werden als Schädlinge eingestuft).

Je nach Bedrohungsgrad können sie unterschieden werden in

  • prioritär geschützt
    • (lokal) ausgestorben
    • bedroht
  • streng geschützt
    • stark gefährdet
  • geschützt
    • gefährdet
    • potenziell gefährdet
    • regional gefährdet
  • nicht geschützt
    • nicht gefährdet
    • Neobiota
  • zu bekämpfen
    • invasive Neobiota



Maßnahmen

Hier werden alle geplanten und erfolgten Maßnahmen die aus den Recherchen über die oben gelisteten Arten hervorgehen aufgelistet: